Für offene Rechnungen gilt meist die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren (§ 195 BGB). Sie beginnt nicht am Rechnungsdatum, sondern am Ende des Jahres, in dem die Forderung fällig wurde und du wusstest, wer zahlen muss. Es zählt auch, was du ohne grobe Nachlässigkeit hättest wissen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB).
Jede Rechnung, die 2023 fällig wurde, verjährt deshalb mit Ablauf des 31. Dezember 2026, egal ob sie im Januar oder im Dezember fällig war. Das gilt, solange nichts die Frist anhält oder neu startet. Danach darf dein Kunde die Zahlung verweigern.
Du hast am 15. Mai 2023 eine Rechnung geschrieben, zahlbar sofort. Die Frist beginnt am 1. Januar 2024 und endet mit Ablauf des 31. Dezember 2026.
Überweist dein Kunde am 10. März 2025 einen Teilbetrag, erkennt er die Forderung damit an. Die Frist beginnt neu und läuft jetzt 3 Jahre ab diesem Tag, also bis zum 10. März 2028. Bei diesem Neubeginn zählt nicht das Jahresende, sondern der genaue Tag (§ 212 BGB).
Ein üblicher Weg ist der gerichtliche Mahnbescheid. Du beantragst ihn beim Mahngericht, online über das Portal der Länder online-mahnantrag.de. Der Antrag muss vor Ablauf der Frist beim Gericht eingehen. Der Rechner empfiehlt dir einen Puffer von einem Monat, damit Zeit bleibt für die Gerichtskosten und für Rückfragen des Gerichts. Diese Empfehlung ist unsere Einschätzung, keine gesetzliche Frist. Wie hoch die Gerichtskosten sind, rechnest du mit dem Rechner für Mahnbescheid-Kosten aus.
Was du zusätzlich an Zinsen verlangen kannst, rechnest du mit dem Verzugszinsen-Rechner aus.
Er rechnet Geldforderungen aus Verträgen nach deutschem Recht mit der regelmäßigen Frist. Andere Fälle zeigt er nicht oder nur mit einem Hinweis:
Geprüft am 20. Oktober 2026 auf gesetze-im-internet.de: BGB § 187, § 188, § 193, §§ 195 bis 197, § 199, § 203, § 204, § 209, § 212, § 214, § 650g und ZPO § 167. Der Rechner gibt eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser.
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