Gründung · Eröffnungsbilanz

Eröffnungsbilanz für GmbH und UG erstellen

Die erste Bilanz Ihrer GmbH ist kurz: Bankguthaben, ausstehende Einlagen und das Stammkapital. Der Generator erstellt sie aus Ihren Angaben, in SKR03 oder SKR04, und zeigt die Buchungssätze für Stammkapital und Gründungskosten.

Entwurf: Die Kontenzuordnung ist noch nicht von einem Steuerberater geprüft.

Rechtsform
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Mindestens 12.500,00 € vor der Anmeldung (§ 7 Abs. 2 GmbHG).

Restliche Einlage
Kontenrahmen

Gründungskosten

Vorbelegt mit den Werten aus unserem Gründungskosten-Rechner für einen Gründer. Tragen Sie die Beträge aus Ihren Rechnungen ein.

Gründung mit

Das Musterprotokoll weist der Gesellschaft Gründungskosten bis 300,00 € zu, höchstens bis zur Höhe des Stammkapitals.

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Ohne Umsatzsteuer; 19 % kommen dazu.

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Bezahlt von
  • Nach dem Musterprotokoll trägt die Gesellschaft die Gründungskosten nur bis 300 €. Den Rest tragen die Gründer selbst. Zahlt die GmbH ihn trotzdem, droht eine verdeckte Gewinnausschüttung.

Eröffnungsbilanz · SKR04

GmbH zum 27.09.2026

Aktiva

  • Guthaben bei KreditinstitutenKonto 180012.500,00 €
  • Summe Aktiva12.500,00 €

Passiva

  • Gezeichnetes KapitalKonto 290025.000,00 €
  • Nicht eingeforderte ausstehende EinlagenKonto 2910− 12.500,00 €
  • Eingefordertes Kapital12.500,00 €
  • Summe Passiva12.500,00 €

Buchungssätze zum Stammkapital

  1. Stammkapital übernommen, eingefordert12.500,00 €

    Soll1298 Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital, eingefordert (SKR03 0830)

    Haben2900 Gezeichnetes Kapital (SKR03 0800)

    Forderung der Gesellschaft gegen die Gesellschafter

  2. Stammkapital übernommen, noch nicht eingefordert12.500,00 €

    Soll2910 Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital, nicht eingefordert (SKR03 0820)

    Haben2900 Gezeichnetes Kapital (SKR03 0800)

    Wird offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt (§ 272 Abs. 1 HGB)

  3. Einzahlung auf das Geschäftskonto12.500,00 €

    Soll1800 Bank (SKR03 1200)

    Haben1298 Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital, eingefordert (SKR03 0830)

Danach: Gründungskosten buchen

Rechnungen gesamt 537,03 €, davon trägt die Gesellschaft 300,00 € und die Gründer 237,03 €. Die Kosten sind Aufwand im ersten Geschäftsjahr; aktivieren dürfen Sie sie nicht (§ 248 Abs. 1 Nr. 1 HGB).

  1. Notar, netto237,00 €

    Soll6825 Rechts- und Beratungskosten (SKR03 4950)

    Haben1800 Bank (SKR03 1200)

  2. Vorsteuer auf die Notarrechnung45,03 €

    Soll1406 Abziehbare Vorsteuer 19 % (SKR03 1576)

    Haben1800 Bank (SKR03 1200)

    Wenn die Rechnung auf die Gesellschaft lautet

  3. Handelsregister (Gerichtskosten)17,97 €

    Soll6430 Sonstige Abgaben (SKR03 4390)

    Haben1800 Bank (SKR03 1200)

    Keine Umsatzsteuer. Viele buchen auch auf Rechts- und Beratungskosten.

Was eine Eröffnungsbilanz ist

Jeder Kaufmann muss zu Beginn seines Handelsgewerbes einen Abschluss aufstellen, der sein Vermögen und seine Schulden zeigt: die Eröffnungsbilanz (§ 242 Abs. 1 HGB). Eine GmbH oder UG ist Kaufmann kraft Rechtsform, also braucht sie eine. Sie ist der Startpunkt der doppelten Buchführung: Aus ihr werden die ersten Konten eröffnet, und am Ende des ersten Geschäftsjahres folgt der Jahresabschluss.

Bei einer frisch gegründeten GmbH ist sie kurz. Auf der Aktivseite steht, was an Stammkapital eingezahlt oder eingefordert ist. Auf der Passivseite steht das gezeichnete Kapital. Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang gibt es zur Eröffnungsbilanz nicht.

Eröffnungsbilanz GmbH: Muster

Beispiel: Eine GmbH mit 25.000 € Stammkapital, gegründet mit Musterprotokoll. Der Gründer zahlt vor der Anmeldung 12.500,00 € ein; den Rest fordert die Gesellschaft noch nicht ein.

Aktiva

Guthaben bei Kreditinstituten12.500,00 €

Summe12.500,00 €

Passiva

Gezeichnetes Kapital25.000,00 €

abzüglich nicht eingeforderte ausstehende Einlagen− 12.500,00 €

Eingefordertes Kapital12.500,00 €

Summe12.500,00 €

Gebucht wird das in SKR04 so: 1298 an 2900 über 12.500,00 € für den eingeforderten Teil, 2910 an 2900 über 12.500,00 € für den Rest und 1800 an 1298 für die Einzahlung. In SKR03 sind es die Konten 0830, 0800, 0820 und 1200. Viele Programme buchen die Anfangsbestände stattdessen gegen das Saldenvortragskonto 9000; das Ergebnis in der Bilanz ist dasselbe.

Stammkapital einzahlen: GmbH und UG

GmbH: Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 € (§ 5 Abs. 1 GmbHG). Vor der Anmeldung zum Handelsregister muss auf jeden Geschäftsanteil mindestens ein Viertel eingezahlt sein, insgesamt mindestens die Hälfte des Mindeststammkapitals, also 12.500 € (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Den Rest können die Gesellschafter später einzahlen, wenn die Gesellschaft ihn einfordert.

UG (haftungsbeschränkt): Sie darf erst angemeldet werden, wenn das Stammkapital voll eingezahlt ist, und Sacheinlagen sind ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 GmbHG). Ausstehende Einlagen gibt es bei ihr deshalb in der Eröffnungsbilanz in der Regel nicht.

Eingefordert oder nicht: Was die Gesellschaft noch nicht eingefordert hat, setzen Sie auf der Passivseite offen vom gezeichneten Kapital ab, und der Rest heißt Eingefordertes Kapital. Ist ein Betrag eingefordert, aber noch nicht bezahlt, steht er auf der Aktivseite unter den Forderungen (§ 272 Abs. 1 HGB). Setzen Sie den Stichtag auf den Tag der Beurkundung, ist oft noch gar nichts eingezahlt: Dann steht die Mindesteinlage als eingeforderte Forderung in der Bilanz, und die Einzahlung buchen Sie danach.

Gründungskosten der GmbH: wer zahlt und wie sie gebucht werden

Notar, Handelsregister und Gewerbeanmeldung kosten zusammen meist einige hundert Euro; was genau, zeigt der Gründungskosten-Rechner. Die GmbH trägt diese Kosten nur, soweit der Gesellschaftsvertrag das vorsieht. Das Musterprotokoll weist ihr Gründungskosten bis 300 € zu, höchstens bis zur Höhe des Stammkapitals. Mit eigener Satzung steht der Betrag in der Satzung. Den Rest tragen die Gründer selbst; zahlt die GmbH ihn trotzdem, droht eine verdeckte Gewinnausschüttung.

Gründungskosten erscheinen nicht in der Eröffnungsbilanz als Vermögen, denn aktivieren darf man sie nicht (§ 248 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Sie sind Aufwand im ersten Geschäftsjahr. Die Notarrechnung buchen Sie auf Rechts- und Beratungskosten (SKR03 4950, SKR04 6825) und ziehen die Umsatzsteuer als Vorsteuer ab (1576 bzw. 1406), wenn die Rechnung auf die Gesellschaft lautet. Handelsregister und Gewerbeamt stellen keine Umsatzsteuer in Rechnung; wir buchen sie auf Sonstige Abgaben (4390 bzw. 6430), viele nehmen auch hier die Rechts- und Beratungskosten. Im Beispiel oben trägt die GmbH 300,00 € von 537,03 €; die Gründer zahlen 237,03 € selbst.

Hat ein Gründer die Rechnungen privat bezahlt, bevor das Geschäftskonto bestand, buchen Sie den Aufwand gegen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (0730 bzw. 3510) und die Erstattung später über die Bank. Leiht er der GmbH darüber hinaus Geld, ist das ein Gesellschafterdarlehen.

Nach der Eröffnungsbilanz: die ersten Buchungen

Mit dem Stichtag beginnt die laufende Buchhaltung. Typisch in den ersten Wochen sind der erste Laptop, Software-Abos und die erste Umsatzsteuer-Vorauszahlung. Welche Fristen gelten, zeigt der Steuertermine-Kalender.

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Ab dem ersten Tag führt der Agent die Bücher Ihrer neuen GmbH. Sie geben frei.

Wir entwickeln gerade Heft. Der Agent richtet die Buchhaltung bei der Gründung ein: Kontenrahmen, Eröffnungsbilanz, Stammkapital und Gründungskosten. Danach bucht er Bank und Belege, bereitet jede Meldung vor und fragt Sie auf dem Handy, bevor etwas abgegeben wird. Ein Steuerberater unterschreibt.

  • Eröffnungsbilanz und Gründungskosten richtig gebucht
  • Alle Fristen im Blick, von der ersten Voranmeldung an
  • Ein Steuerberater prüft und unterschreibt den Jahresabschluss

Nur für Neuigkeiten zum Start von Heft, jederzeit löschbar. Datenschutz

So arbeitet der Beleg-Agent

Häufige Fragen

Muss eine GmbH eine Eröffnungsbilanz erstellen?

Ja. Jeder Kaufmann muss zu Beginn seines Handelsgewerbes eine Eröffnungsbilanz aufstellen (§ 242 Abs. 1 HGB), und die GmbH ist Kaufmann kraft Rechtsform. Das gilt genauso für die UG (haftungsbeschränkt). Eine Frist nennt das Gesetz nicht; die Eröffnungsbilanz gehört aber an den Anfang der Buchhaltung und wird zehn Jahre aufbewahrt (§ 257 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 4 HGB).

Welcher Stichtag gilt für die Eröffnungsbilanz der GmbH?

Der Beginn des Handelsgewerbes. In der Praxis ist das meist der Tag der notariellen Beurkundung, weil ab dann die Vor-GmbH besteht und Geschäfte macht. Manche wählen die Eintragung ins Handelsregister. Wichtig ist, dass alle Vorgänge ab dem Stichtag in der Buchhaltung der Gesellschaft landen.

Wie viel Stammkapital muss ich einzahlen?

Bei der GmbH vor der Anmeldung mindestens ein Viertel jedes Geschäftsanteils und insgesamt mindestens 12.500 Euro, also die Hälfte der 25.000 Euro Mindeststammkapital (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Bei der UG das gesamte Stammkapital, Sacheinlagen sind dort ausgeschlossen (§ 5a Abs. 2 GmbHG).

Wie weise ich ausstehende Einlagen in der Bilanz aus?

Nach § 272 Abs. 1 HGB: Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen setzen Sie auf der Passivseite offen vom gezeichneten Kapital ab; der Rest heißt Eingefordertes Kapital. Eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Beträge stehen auf der Aktivseite unter den Forderungen. In SKR04 sind das die Konten 2910 und 1298, in SKR03 0820 und 0830.

Wie buche ich die Gründungskosten der GmbH?

Als Aufwand im ersten Geschäftsjahr. Aktivieren dürfen Sie Gründungskosten nicht (§ 248 Abs. 1 Nr. 1 HGB). Die Notarrechnung buchen Sie zum Beispiel auf Rechts- und Beratungskosten (SKR03 4950, SKR04 6825) mit Vorsteuer, die Gebühren von Handelsregister und Gewerbeamt ohne Umsatzsteuer. Die GmbH trägt die Kosten nur, soweit die Satzung oder das Musterprotokoll das vorsieht.

Was passiert, wenn ich die Gründungskosten privat bezahlt habe?

Dann schuldet die GmbH Ihnen den Betrag, den sie laut Satzung trägt. Sie buchen den Aufwand gegen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (SKR03 0730, SKR04 3510) und später die Erstattung vom Geschäftskonto. Was über den Betrag in der Satzung hinausgeht, tragen Sie selbst.

Allgemeine Information und Rechenhilfe, keine Rechts- oder Steuerberatung. Der Generator bildet eine Bargründung ohne Sacheinlagen, ohne Aufgeld und ohne Geschäfte vor dem Stichtag ab. Welche Konten Ihr Steuerberater verwendet, kann abweichen. Für Ihre konkrete Situation fragen Sie Ihren Steuerberater.

Entwurf: Kontenzuordnung noch nicht von einem Steuerberater geprüft.