Amazon Seller Central hat keinen einfachen DATEV-Export. Ihre Eingangsrechnungen brauchen einen eigenen Weg zum Steuerberater.
Amazon Seller Central hat keinen simplen DATEV-Export-Knopf. Amazon stellt Reports bereit (etwa den Umsatzsteuer-Transaktionsbericht und Abrechnungsberichte), und es gibt eine Kooperation zwischen Amazon und DATEV, über die Zahlungsdaten in DATEV übernommen werden. Beides betrifft aber die Verkaufsseite und ist meist erst über Middleware wirklich buchbar. Die Eingangsrechnungen, die Ihr Handel erzeugt, müssen Sie separat sammeln, prüfen und an den Steuerberater übergeben.
Ehrlich gesagt ist der DATEV-Weg bei Amazon nicht so glatt wie ein Knopfdruck. Was es gibt und wo die Grenze liegt:
Quellen
Der Handel über Amazon erzeugt laufend Eingangsrechnungen: Rechnungen vom Lieferanten und Großhändler, von Versand und Verpackung, von Werbung (Amazon Ads und andere), von Software und Tools. Diese Belege liegen nicht in Seller Central und lassen sich nicht aus einem Amazon-Bericht ziehen. Sie kommen als PDF, ZUGFeRD oder XRechnung per E-Mail und müssen für den Steuerberater strukturiert übergeben werden.
Weder die Amazon-Berichte noch die Amazon-DATEV-Kooperation kümmern sich um diese Belegseite. Wer den Abgleich lieber vom Bankkonto aus angehen will: Mit Heft entwickeln wir gerade einen Beleg-Agenten, der beim Bankkonto ansetzt, zu jeder Zahlung den fehlenden Beleg findet und ihn an DATEV bzw. Ihren Steuerberater übergibt (namequick.app/de/heft).
So bereiten Sie die Eingangsrechnungen, die Amazon nicht abdeckt, für den Steuerberater vor:
1.Eingangsrechnungen einsammeln
Sammeln Sie PDF-Rechnungen, ZUGFeRD/XRechnung-Dateien und Scans an einer Stelle, zum Beispiel in einem eigenen Postfach oder Ordner, und gleichen Sie sie mit den Zahlungen auf dem Geschäftskonto ab.
2.Auslesen und prüfen
Prüfen Sie Rechnungsnummer, Datum, Beträge und Steuersatz. Bei E-Rechnungen zählt das XML; achten Sie auf Duplikate und fehlende Belege.
3.DATEV-EXTF-Datei exportieren
Übergeben Sie die geprüften Belege an Ihren Steuerberater, etwa über DATEV Unternehmen online oder als DATEV-EXTF-Buchungsstapel bzw. CSV aus Ihrer Buchhaltungssoftware.
Der DATEV-Export ist ein Datei-Export mit anschließendem manuellem Import, keine Live-Schnittstelle zur DATEV-API. Einzelne E-Rechnungen können Sie vorab kostenlos im Browser mit dem E-Rechnung-Validator prüfen. Für steuerliche Fragen und die Verbuchung ist Ihr Steuerberater zuständig.
Jeder Beleg. Gefunden.
Heft soll fehlende Belege zu Ihren Buchungen finden und Rechnungen aus Portalen und E-Mails einsammeln. Entdecken Sie den geplanten Workflow und melden Sie sich für den frühen Zugang an.
Keinen einfachen. Amazon stellt Rohberichte bereit und über die Amazon-DATEV-Kooperation lassen sich Zahlungsdaten in DATEV übernehmen, aber keinen fertigen DATEV-Buchungsstapel per Knopfdruck. Für einen sauberen Verkaufs-Export nutzen Händler meist Middleware. Quellen: Amazon Seller Forums und Amazon SP-API Docs (geprüft am 2026-07-17).
Nein. Berichte und Kooperation betreffen die Verkaufs- und Zahlungsseite. Empfangene Lieferantenrechnungen liegen nicht in Seller Central und werden davon nicht erfasst.
Sammeln Sie die Rechnungen an einer Stelle (etwa aus dem E-Mail-Postfach), gleichen Sie sie mit den Zahlungen auf dem Bankkonto ab und übergeben Sie sie vollständig an Ihren Steuerberater, der sie in DATEV übernimmt. Welches Übergabeformat er bevorzugt, klären Sie am besten direkt mit ihm.